Projektidee: Europa an allen Fronten- Eine Zeitreise 1914-2014

Von , 1. April 2014 12:06 pm

Alles begann mit einer Belegarbeit, die ein Berliner Schüler Ende letzten Jahres am Carl von Ossietzky – Gymnasium in Berlin einreichte. Sein Urgroßvater hatte als Bergbauunternehmer in Deutschland eine Postkartensammlung von Frontpostkarten aus dem 1. Weltkrieg hinterlassen, die ihm seine Angestellten und Arbeiter schrieben. Durch die Vorstellung der Arbeit gerieten die Schüler in eine intensive Beschäftigung mit dem Ersten Weltkrieg und seinen Schauplätzen. Besonders der Bezug von geschichtlichen Daten, den persönlichen Mitteilungen betroffener Menschen und deren Einzelschicksal bewegten sie. Es entstand auch die Frage, wie wohl dieser Krieg aus französischer Sicht ausgeschaut hat?

 

Dann sind junge Menschen mit der Idee an unseren Verein herangetreten, eine dokumentarische Reise zu den Originalschauplätzen des Krieges zu unternehmen und einen Film über diese Reise zu drehen, auf der sie Menschen zu den Ereignissen des Krieges interviewen möchten, die authentisch und persönlich (wie die Postkartensammlung) Auskunft geben können. Anlass zu dieser Idee war ein Artikel im Spiegel, der die Ereignisse in der Ukraine zum Thema hatte. Es wurde diskutiert, wie man friedensbewahrend zwischen Russland, der Ukraine und Europa wirksam werden könne. So kam es auch zu der Idee, einen Film zu produzieren und Jugendliche aus der Ukraine und Russland dazu einzuladen. Durch Suche im Internet, sind wir auf die Sonderausschreibung”100 Jahre 1. Weltkrieg” gestoßen.

Die jungen Menschen sind gegenwärtig sehr von dem Projekt inspiriert, haben ihre Freunde in Frankreich (Austauschschüler) aktiviert und schon einige Recherchen zu den geschichtlichen Schauplätzen angestellt haben. Die Jugendlichen planen gemeinsam mit der französischen Projektgruppe und den Gästen aus der Ukraine und Russland eine dokumentarische Reise über die Schlachtfelder und Kriegsgräberstätten des 1. Weltkrieges in Frankreich. In Deutschland möchten sie nach den Auswirkungen des ersten Weltkrieges und deren geschichtlichen Folgen Suchen. Dazu sollen geschichtliche Quellen erforscht und noch mehr die Rolle Russlands und der Ukraine und die Geschehnisse an der Front im Osten beleuchtet werden. Wie kam es zum 1.Weltkrieg, und welche Völker nahmen mit welchen Zielen daran teil? Welche Auswirkungen hatte die deutsche Außenpolitik insbesondere auf die weitere geschichtliche Entwicklung in Russland ?

Besonderes Augenmerk soll auch auf dem Umgang mit Meinungsverschiedenheiten und Konflikten liegen. Hierzu sollen verschiedene Methoden erfahren werden. Im 2. Teil soll die Frage Raum gewinnen, welche Alternativen zu militärischer Präsenz und bewaffneten Auseinandersetzungen denkbar und machbar sind.

Zeitplan und Orte :

Fr :Originalschauplätze des 1. WK: Ypern, Verdun, Somme
D.: Berlin / Fahren ( Mecklenburg Vorpommern)

April-Juni 2014 Vorbereitung des Projektes D/ Fr
Juni/Juli 2014 Durchführung PT 1- France Fr/ Originalschauplätze 1.WK
October 2014 Durchführung PT 2-Germany D
September 2015 Vorbereitung PT Ukraine
April 2015 Durchführung PT 3 Ukraine/ Samatien Czernovzy/Kiew, Lviv, Kaliningrad
September 2015 Vorbereitung PT 4 (UA/RU) KRIM
Februar 2016 Durchführung PT 4 (UA/Ru) KRIM

Den jungen Teilnehmern sollen die Ereignisse des 1. Weltkrieges emotional nachvollziehen können und Brücken zu politischen Ereignissen der folgenden hundert Jahren bis hin zu den aktuellen Ereignissen im heutigen Europa schlagen können.
Es soll ein Dokumentarfilm entstehen, der das Projekt für Außenstehende nachvollziehbar macht und eine Breitenwirkung erzielt.
Es soll der Fragestellung nachgegangen werden , was die Teilnehmer im Hier und Jetzt zu einem friedvollen Europa beitragen können und welches die Hoffnungen ukrainischer Menschen an Europa sind und wie dabei die Beziehungen zu Russland friedlich gestaltet werden können.

Modellhaft soll anhand der Stadt Czernovzy vor dem 1. Weltkrieg in einem Folgeprojekt 2015 sichtbar werden, dass friedliches Zusammenleben aller Völker Europas möglich ist.

Junge Menschen aus den Ländern, die am 1. Weltkrieg beteiligt waren, können sich zur Teilnahme ab sofort bewerben (Alter 16-26). Video- oder andere Medienerfahrungen sind günstig.

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